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Fragt man Schüler nach ihren Vorbildern so nennen sie Fußballer wie Lionel Messi oder Popstars wie Lady Gaga. Für die Bereiche Schule und Berufsfindung dagegen findet man naturgemäß nur schwer „Vorbilder“, die außer von Lehrern oder Eltern auch von Jugendlichen anerkannt werden.
Hier setzt ein Projekt an, das der Rotary Club Erlangen und die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule Erlangen im Rahmen mehrerer Veranstaltungen mit Führungspersönlichkeiten begonnen haben und das demnächst fortgesetzt wird. |
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Schüler setzen sich zunächst mit dem beruflichen Lebensweg einer bekannten Persönlichkeit der Region auseinander und erhalten dann die Möglichkeit, dessen Erfolgsmodell in der Schule im persönlichen Gespräch zu hinterfragen.
„Das will ich auch werden …“, könnte das Motto dieser Nachmittags-Veranstaltungsreihe auch lauten, denn die Palette der Fragen ist breit: „Welche Aufgaben hat man als Geschäftsführer und wie ist man darauf vorbereitet?“ – „Warum gibt man einen Lehrstuhl an einer Universität für ein Forschungsprojekt bei Siemens auf?“ oder „Konnten Sie zu Ihrer Zeit als Vorstandsvorsitzender bereits absehen, dass die Firma später auf die Insolvenz zusteuerte?“, sind nur einige der gestellten und oft ausführlich beantworteten Fragen.
Geduldig und mit viel Gespür für die Bedürfnisse der Fragesteller antworteten bisher Dr. Steffen Stremme (Vorstandsvorsitzender unter anderem bei Quelle und Saturn), Stefan Müller (Geschäftsführer der Lebenshilfe Erlangen) und Prof. Dr. Albrecht Winnacker (emeritierter Dekan der Technischen Fakultät der FAU) jeweils vor mehreren 12. und 13.Klassen der Beruflichen Oberschule Erlangen. Hierbei gaben die genannten Persönlichkeiten überraschende Einblicke in ihr berufliches Leben. Sie zeigten, dass ein erfolgreiches Studium wesentliche Voraussetzung für den späteren beruflichen Erfolg ist.
Prof. Winnacker gab den Schülern den Tipp, den Studienort öfter zu wechseln und auch im Ausland zu studieren. Dabei empfand er die Möglichkeit, in die anderen Kulturen „einzutauchen“, als persönlich sehr bereichernd. Sein Bekenntnis „Ich war in den acht Monaten, die ich in Paris verbrachte, 68 mal im Theater.“
Stefan Müller, Geschäftsführer der Lebenshilfe Erlangen machte deutlich, dass vor allem die Koordination der verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe und die Organisation auch nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu seinen zentralen Aufgaben gehören. |
| Besonders freut er sich dann, wenn er neue Visionen für die Behindertenarbeit entwickeln kann, auch wenn hier oft gerade betriebswirtschaftliche Gründe ein Hindernis darstellen.
Dr. Stremme gab am Ende eines abwechslungsreichen Nachmittags den beindruckten Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg, stets neugierig und interessiert zu bleiben. Auf die Frage, weshalb er während seiner Karriere so oft die Tätigkeitsbereiche und Unternehmen wechselte, antwortet Stremme ohne zu zögern: „Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören“. Außerdem sollte man jede vielversprechende Chance, die einem geboten wird, nutzen.
Vielleicht nutze auch der eine oder andere Schüler die Gelegenheit sich neue Vorbilder zu suchen. Außerhalb der gängigen Sparten. |